Als mein Wochenende am Freitag um 23 Uhr startete, ahnte ich noch nicht, dass es das geilste Wochenende im Jahr 2011 werden würde.
Das vergangene Wochenende in Schlagwörter beschrieben: Saufen, Lachen Lache Lachen, Neonfarbe, Party, Käsekuchenschlacht, Salz-Pancakes, Gespräche, Pedo, Rülpswettbewerb, Fahrradfahren, Selbstgemachte Döner, Tanzen, Bootshaus, Wohncontainer, Stuttgarter, Pfälzer, Weihnachtsmarkt, Tunnels, Gruppenfotos, Salznudeln, Swag, Moni.


Freitag Nacht ging es auf die NEONSPLASH im Bootshaus in Köln. Das ist eine Partyreihe, bei der man sich im Grunde ab einer gewissen Uhrzeit unter Schwarzlicht mit Neonfarbe bespritzt und zu feinsten Electro-Sounds tanzt. Dazu gab es noch eine beeindruckende Lichtshow.
Bevor es jedoch auf die NEONSPLASH ging traf ich auf eine ziemlich lustige Truppe. Mario aus Stuttgart kam Köln besuchen und brachte gleich einen großen Schwung Stuttgarter mit. Gewohnt haben sie bei Thomas, der direkt neben dem Bootshaus in einer Lagerhalle in einem Wohncontainer wohnt. Ich habe nie jemanden kennen gelernt, der cooler wohnt als er. In diesem Wohncontainer ist erstaunlich viel Platz. Küche, 2 Duschen, Schlafraum, Flur, Sitzecke, alles da. Vor allem ist es dort ziemlich gemütlich.
Zunächst tranken wir uns warm und lernten uns dabei kennen. Auch dabei war Dimi, den ich schon auf der ART.FAIR kennen lernte. Dimi war an dem Abend als Fotograf im Bootshaus tätig und sicherte meinen Eintritt, denn die Veranstaltung war restlos ausverkauft. Er nahm mich +1 mit und Thomas nahm die Stuttgarter +8 mit. So hatten wir alle keine Eintrittskarte und durften trotzdem rein.
Nachdem wir uns um 2:00 Uhr ordentlich mit Farbe einsauten, ging es später wieder in den Wohncontainer, wo die Party weiter ging. Wir kochten Pancakes mit Salz und Mario machte seine berühmten Salz-Nudeln, die salzig schmeckten. Es war sehr lustig und wir mussten ständig lachen. So viel gelacht wie an diesem Abend, hatte ich noch nie zuvor in meinem Leben. Ich glaube, den anderen ging es da genauso. Dimi erzählte von Tattoos bei Frauen und die damit verbundenen Wünsche und Probleme. Lustige Diskussionen gab es ohne Ende.
Ein Highlight war die Moni. Moni war jemand von der NEONSPLASH, die unsere Judith nach Feuer fragte. Judith verquatschte sich mit Moni und nahm sie mit zum Wohncontainer. Moni fühlte sich wie zu Hause und jeder kannte Moni. Also eigentlich kannte sie keiner so wirklich, aber Moni tauchte immer wieder mal auf. Sie ist auch auf dem ersten Gruppenfoto mit drauf. Sie war wie ein Geist. Fast schon unheimlich. Sie sagte immer, dass ihre Leute im Bootshaus sind, aber wir haben nie jemanden davon gesehen. Trotzdem eine super Sache. Wir hatten sehr viel Spaß mit Moni. Hehe.
Am Samstag wurde ich von der Truppe zum Döner-Essen eingeladen. Wir kochten den Döner selbst. Es roch sehr lecker, aber ich hatte schon gegessen und musste mich noch um meine Abendgarderobe kümmern. Eigentlich hatten wir vor, auf die Party im Bogen 2 zu gehen. Auf dieser Party sollten Jungs im Anzug und Mädels in Hotpants erscheinen. Die Mädels durften den Jungs Wassergläser in’s Gesicht schütten. Das klang lustig, aber lustiger war die Party im Wohncontainer, sodass wir entschieden einfach dort zu bleiben. Es erwies sich als eine sehr gute Entscheidung nicht in den Bogen 2 zu gehen. Die Containerparty war nicht mehr zu toppen. Es war wirklich so, dass ein Lacher nach dem anderen passierte. Eine geniale Aktion nach der Anderen. Irgendwann fand draußen vor dem Container ein Rülpswettbewerb zwischen Dimi und Alessa statt. Alessa überzeugte durch gerülpste Wörter und Dimi durch penetrant nach Döner und Bier stinkende Rülpser. Die Umstehenden Party-Gäste vergaben Noten. Nach welchem System, frage ich mich heute noch. Die Einen vergaben Noten nach der 1-10 Skala und Mario vergab manchmal 100 und mehr Punkte. Nach dem Rülpswettbewerb entdeckte Mario das Fahrrad von Thomas und seine verborgene Leidenschaft für das Fahrradfahren in einer Lagerhalle. Noch dazu im völlig betrunkenen Zustand. Mario war sichtbar stolz, dass er es noch konnte. Nachdem Mario diese Versuche überlebte dachte man eigentlich, dass nun erstmal wieder Ruhe einkehren würde. Falsch gedacht. Alessa und Dimi entdeckten eine Käsetorte und bewarfen sich gegenseitig damit. Keine 3 Minuten später landete auch das erste Stück Torte in meinem Gesicht. Als Mario von der Toilette wiederkehrte, ahnte er noch nicht, dass er der nächste sein würde, dem die Torte im Gesicht landete. Es war unglaublich lustig.
Thomas und Valeria hatten sich dann auf einmal im hinteren Teil des Containers eingeschlossen. Dort lagen Toiletten und die Schlafräume. Mario musste dringend auf die Toilette und kam dort halt nicht hin. Also versuchte er von der Straße aus, sich durch Klopfzeichen bemerkbar zu machen. Dann machte er eine Begegnung mit der Dritten Art. Ein Türsteher vom Bootshaus. Er fragte Mario was er da täte. Mario sagte, er käme nicht mehr rein, weil die Tür zu sei. Der Türsteher verstand aber nicht, dass in der Lagerhalle ein Wohncontainer stand, in dem sich eine Tür befand, die abgeschlossen war. Der Türsteher sah nur die offene Tür der Lagerhalle und den Mario, der daneben gegen ein Fenster klopfte. Zu gut, wie Mario die Situation dann doch noch meisterte. Er kam zurück zu uns und wartete, bis die Türe aufgeschlossen wurde.
Auf einmal wurde ich von allen Pedo genannt, weil ich im Hintergrund der Fotos komische Sachen machte. Es war wie verflucht. Auf jedem zweiten Bild hatte ich entweder komisch geguckt oder irgendwelche eigenartigen, nicht nachvollziehbaren Dinge getan. Mario bekam den Spitznamen Pancakeboy, weil er einen Pancake aß, wie man das normalerweise nicht tun sollte. Zumindest war es sehr eklig und Mario wusste anscheinend nicht, was er da wirklich tat. Haha.
Wir sind wohl die ersten Alkoholleichen gewesen, die nach der Party noch aufräumen konnten. Mario und Alessa kehrten mit großem Eifer die Halle und Dimi räumte mit mir drinnen auf, während einige schon zu Bett gegangen waren. Zum Schluss musste ich noch schmunzeln. Valeria erklärte mir auf eine sehr umständliche Weise, wie es überhaupt dazu kam, dass ich eingeladen wurde. Ich fragte mich auf der ganzen Heimfahrt, warum das noch gesagt werden musste. Ich finde es wirklich sehr nett von Valeria und Mario, dass sie mich eingeladen haben. Vor allem bedanke ich mich auch bei Thomas für diese geniale Location und die Gastfreundschaft. Auch ein dickes Danke an Dimi, der unermüdlich alle Fotos zum Abend machte. Ich hoffe, ich sehe die ganze Truppe bald mal wieder.
Es war wirklich ein megageiles Wochenende. Beste 2011.

Tiefgründige Gespräche zwischen Mario und mir

Der Thomas und die Alessa

Farbexplosion in unseren Gesichtern